Der Übergang von konventionellen Lehrarrangements zur Online-Lehre: Organisatorische und didaktische Fragen

Lehren während der Coronavirus-Krise
Zur Sicherung des Lehrangebots an Universitäten forderte die Coronavirus-Krise mit dem Verbot von Präsenzveranstaltungen ein promptes Umdenken der Hochschullehrenden, was in diesem Fall einem unmittelbaren Übergang von konventionellen Lehrarrangements zur Online-Lehre gleich kommt. Zum einen ist dieser abrupte Wechsel, aufgrund der notwendigen Anpassungsleistungen, mit einem gewissen digitalen und hochschuldidaktischem Entwicklungspotenzial verbunden. Zum anderen gehen damit auch ausserordentliche organisatorische und didaktische Herausforderungen einher. Aus einer wissenschaftlichen Perspektive ist es deshalb die Frage wesentlich, wie Hochschullehrende und Universitäten vor dem Hintergrund der Wahrung der Qualität des Lehrangebots mit der Coronavirus-Krise umgehen.

Der Übergang von Hochschullehrenden
Zu diesem Zweck führt ein Forschungsteam am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Basel, in Zusammenarbeit mit Eucor - The European Campus, eine Studie unter Hochschullehrenden durch, welche den Übergang von konventionellen Lehrarrangements zur Online-Lehre während den hochschuldidaktischen Herausforderungen untersucht, die aufgrund des Coronavirus entstanden sind. Diese Umfrage ist Teil einer ländervergleichenden Studie, die die kurz- und langfristigen Auswirkungen der unmittelbaren Umstellungen und Anpassungen der Hochschullehrenden an die Durchführung von Lehrveranstaltungen in einem Online-Modus vergleicht, der als Folge der Schliessung von Universitäten veranlasst wurde.

Ziel der Studie
Ziel dieser Studie ist es, Erfahrungen, Einstellungen und Bedürfnisse von Hochschullehrenden während der Coronavirus-Krise zu erfassen, sodass Schlüsse für die Zukunft gezogen werden können, die letztlich der nachhaltigen Weiterentwicklung der digitalen Lehre zugutekommen. Nach der ersten quantitativen Phase der Studie folgt voraussichtlich eine zweite, die eine qualitative Befragung unter Hochschullehrenden vorsieht und im Sinne einer Triangulation zu einem vielschichtigen Verständnis der Veränderungsprozesse während der Coronavirus-Krise führt. Ferner setzt sich das Institut für Bildungswissenschaften auch mit diesem Projekt für die Stärkung internationaler Beziehungen ein.

Internationale Zusammenarbeit
Das Institut für Bildungswissenschaften koordiniert die Durchführung der Studie an den Eucor Partneruniversitäten Haute-Alsace und Strasbourg in Frankreich sowie an der Universität Westminster in England. Federführend für die interkontinentale wissenschaftliche Kooperation sind die CRTS (Coronavirus-Related Teaching Situation) Projektinitiatoren (in alphabetischer Reihenfolge der Länder) C. Lion (Argentinien); K. Göbel (Deutschland); G. Horenczyk und M. Dorfsman (Israel); E. Makarova (Schweiz) und D. Birman (USA).

Bei Fragen können Sie sich wie folgt an das jeweilige Forschungsteam wenden:

an der Universität Basel: Prof. Elena Makarova unter elena.makarova@unibas.ch.
an der Université de Strasbourg: Prof. Jacques Audran unter jacques.audran@unistra.fr
an der Université de Haute Alsace: Prof. Loïc Chalmel unter loic.chalmel@uha.fr