GeMINT4kids Logo mit gezeichnetem Bild eines Kindes mit einer Frau vor einem Tisch

Schon im Kindergarten entwickeln Kinder Vorstellungen davon, welche Berufe zu ihnen passen und wer in bestimmten Bereichen arbeitet. Dabei können sich bereits früh geschlechterbezogene Vorstellungen über MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – herausbilden.

Im Projekt GeMINT4kids untersuchen wir, welche Vorstellungen Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren von Berufen und Fachpersonen in Physik, Technik und Informatik haben. Diese Webseite bereitet zentrale Erkenntnisse daraus kompakt für Lehrpersonen und weitere pädagogische Fachpersonen auf.

Neben Hintergrundwissen und Möglichkeiten zur Selbstreflexion finden Sie hier ein Quiz und kurze Erklärvideos. Schrittweise ergänzen wir das Angebot um Praxisimpulse, Unterrichtsmaterialien und eine Handreichung für Lehrpersonen, die dabei unterstützen, vielfältige Vorstellungen von MINT im Unterricht zu fördern.

Kachel Selbstreflexion
Kachel Wissenswertes
Kachel Praxisimpulse


Welche Bilder von MINT tragen wir selbst mit uns – und welche geben wir im Alltag weiter?
Dieser Bereich lädt dazu ein, eigene Vorstellungen, Routinen und Beispiele im Unterricht bewusst zu betrachten und mögliche stereotype Zuschreibungen zu hinterfragen.

Kachel Block 1 Sprechblase mit Fragezeichen

Erwartungen wahrnehmen

• Welche Aussagen über Mädchen und Jungen begegnen mir im Kindergartenalltag?
• Welche Tätigkeiten, Interessen oder Eigenschaften werden dabei einem bestimmten Geschlecht zugeschrieben?
• Wie reagieren Kinder, wenn andere Kinder Interessen, Tätigkeiten oder Rollen wählen, die nicht ihren Erwartungen entsprechen?

Kachel Block 2 Pfeile im Kreis

Eigenes Handeln reflektieren

• Spreche und ermutige ich Kinder bei Bau-, Technik-, Natur- oder Experimentiertätigkeiten gleichermassen?
• Welche Fähigkeiten und Verhaltensweisen nehme ich bei verschiedenen Kindern besonders wahr und bestärke sie darin?
• Welche Vorstellungen von MINT-Berufen und Fachpersonen vermittle ich durch meine Sprache, Beispiele und Reaktionen?

Kachel Block 3 geöffnete Tür

Möglichkeiten sichtbar machen

• Welche Kinder nutzen welche Spiel- und Lernbereiche besonders häufig – und wer eher selten?
• Welche MINT-Tätigkeiten, Rollen und Vorbilder werden für die Kinder sichtbar?
• Wie kann ich Kinder darin unterstützen, auch Tätigkeiten, Materialien und Rollen auszuprobieren, die nicht ihren bisherigen Vorstellungen entsprechen?

Hier finden Sie Wissenswertes rund um kindliche Vorstellungen von MINT-Berufen, Geschlechterstereotype und deren Bedeutung für den Unterricht.

Testen Sie zunächst im MINT-Quiz Ihr Wissen und erfahren Sie anschliessend in zwei Videos mehr über die zentralen Ergebnisse unserer Studie und ihre Bedeutung für einen geschlechtersensiblen MINT-Unterricht. Ergänzend laden die Infografiken dazu ein, ausgewählte Forschungsergebnisse in Ruhe zu betrachten und zu vertiefen.

Hintergrund zur Studie

Die Studie wurde 2025 mit 64 Kindergartenkindern im Alter von 4 bis 6 Jahren aus acht Kindergärten in drei Deutschschweizer Kantonen durchgeführt. Anhand von Kinderzeichnungen und anschliessenden Gesprächen untersuchten wir, welche Vorstellungen Kinder von MINT-Fachpersonen und ihren Berufen haben, welche geschlechtsbezogenen Muster sich darin zeigen und welche Personen aus MINT-Berufen sie kennen.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die untersuchte Stichprobe. Auch wenn die Datenerhebung im Kindergarten durchgeführt wurde, bieten die Erkenntnisse Anregungen für die Reflexion und Gestaltung eines geschlechtersensiblen MINT-Unterrichts über die Kindergartenstufe hinaus.

Kindliche Vorstellungen zu MINT-Berufen

Videovorschau: Kind mit Sprechblasen und Zeichnung

Bedeutungen für den Unterricht

Videovorschau: Kind mit verschiedenen Vorstellungen von MINT-Fachpersonen

Die Praxisimpulse werden derzeit entwickelt und schrittweise ergänzt. Künftig finden Sie hier Unterrichtsmaterialien und eine Handreichung, die Sie dabei unterstützen, vielfältige Vorstellungen von MINT im Kindergarten zu fördern, einengende geschlechterstereotype Vorstellungen von Berufen zu hinterfragen und das Spektrum möglicher Berufs- und Tätigkeitsbilder zu erweitern.



 

Kontakt

Jana Lindner
Operative Projektleitung, Koordination und technische Umsetzung der Webseite

jana.lindner@unibas.ch
Tel. +41 61 207 53 09

 

Logo

Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt das Projekt mit Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz.
 

Nach oben