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SUMMARY:6th Saarbrücken International Conference on Foreign Language Teach
 ing 2021
DESCRIPTION:Diese Entwicklung begünstigt zum einen eine Tendenz zum Englis
 chen nicht nur als weltweiter lingua franca - die es ja seit langem ohnehi
 n ist -\, sondern in vielen Kontexten der einzigen Sprache\, in der Mensch
 en verschiedener Muttersprachen noch miteinander in Gedankenaustausch tret
 en. Diese Entwicklung ist sicherlich eine sprachökonomische\, die nicht u
 nterschätzt werden darf und die durchaus verständlich ist.\\r\\nDieser E
 ntwicklung gesellt sich jedoch derzeit eine andere Tendenz zu\, die klar g
 egenläufig ist. Diese besteht darin\, andere Sprachen als Englisch\, die 
 - nicht statt des Englischen\, sondern vielmehr zusätzlich zu diesem - al
 s wichtig empfunden werden\, explizit zu stützen und zu fördern. So wird
  in einigen europäischen Ländern\, wie z.B. Großbritannien\, seit etwa 
 einem Jahrzehnt das Chinesische stark gefördert. In China wird seit neues
 tem die Erlernung von sechs (europäischen und asiatischen) Fremdsprachen 
 an allgemeinbildenden Schulen angeboten\, aus denen die Schüler und Schü
 lerinnen ihre Wahl treffen können\\r\\nDiese einander widersprechenden Te
 ndenzen zeigen\, dass Kommunikation zum einen natürlich funktional sein m
 uss. Dies bedeutet auch\, dass sie ökonomisch sein muss\, dass es also hi
 nreichen mag\, wenn zwischen Menschen\, die miteinander kommunizieren möc
 hten\, eine einzige gemeinsame Sprache - meist das Englische - existiert. 
 Gleichzeitig scheint jedoch das Gefühl um sich zu greifen\, dass die Behe
 rrschung einer einzigen Fremdsprache mit einer gewissen kulturellen Verarm
 ung einhergeht\, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann\, ist sie
  erst einmal zu weit fortgeschritten.\\r\\nHinzu kommen natürlich die Bed
 ingungen internationaler Kommunikation\, in der beide Kommunikationspartne
 r vielleicht nicht Muttersprachler sind oder nur einer unter mehreren Komm
 unikationspartnern die jeweilige Sprache von klein auf gelernt hat. Die Zu
 geständnisse\, die der muttersprachliche Kommunikationspartner - aber auc
 h der nicht-muttersprachliche - hier machen muss\, stel-len nicht selten H
 erausforderungen für die Kommunikation dar.\\r\\nVon erheblichem Interess
 e sind darüber hinaus die gegenseitigen kulturellen Erwartungen und Verha
 ltensweisen\, die in “grenzenloser” Kommunikation eine Rolle spielen\,
  Interessant ist hier beispielsweise die Frage\, ob wir uns - nicht zuletz
 t bedingt durch das Internet - seit einigen Jahren in einer Phase der kult
 urellen Konvergenz befinden\, in der die verschiedenen Kulturen sich immer
  weiter annähern und vielleicht sogar immer mehr nivelliert werden\, oder
  ob die unterschiedlichen Kulturen trotz der weltweiten Kommunikation imme
 r noch ihre Besonderheiten und ihren je eigenen Reiz zu behalten wissen. \
 \r\\nEine weitere Frage\, die hier von zentralem Interesse ist\, ist dieje
 nige\, ob - und wie - der Fremdsprachenunterricht grenzenlose Kommunikatio
 n fördern kann oder ob man heute mehr als jemals zuvor die jeweilige Frem
 dsprache erst in der Interaktion mit Muttersprachlern richtig erlernt. Die
 ser - sicherlich herausfordernden - Frage muss der Fremdsprachenunterricht
  von heute sich stellen. \\r\\nDie zuvor beschriebenen Aspekte und - über
  diese hinausgehend - zahlreiche weitere\, die mit diesen in mehr oder wen
 iger engem Zusammenhang stehen\, sollen für die 6. Saarbrücker Fremdspra
 chentagung von zentralem Interesse sein. Sie lassen sich stichwortartig wi
 e folgt fassen: \\r\\n◾Linguistische Aspekte der (internationalen) Kommu
 nikation  \\r\\n◾Befähigung zu internationaler Kommunikation im und du
 rch den Fremdsprachenunterricht\\r\\n◾Kommunikationsfördernde Lehrer- u
 nd Lerner-Interaktion \\r\\n◾Kommunikative Wende - gestern und heute\\r\
 \n◾Grenzenlose Mehrsprachigkeit\\r\\n◾Grenzenlose Mündlichkeit und Sc
 hriftlichkeit\\r\\n◾Bilingualer Unterricht und CLIL\\r\\n◾Grenzenlose 
 Kommunikation und Sprachmittlung\\r\\n◾Kontrastiv-linguistische Gegebenh
 eiten für eine funktionale Erlernung von Fremdsprachen\\r\\n◾Die Rolle 
 der (digitalen) Medien in der internationalen Kommunikation\\r\\n◾Studie
 renden- und Erwachsenen-Mobilität\\r\\n◾Interkulturelle Aspekte grenzü
 berschreitender Kommunikation \\r\\n◾Internationale und grenzüberschrei
 tende Aspekte der Fachsprache(nforschung)\\r\\n◾Autonome Lernformen (z.B
 . blended learning\, Lernen mit Apps) zur kurs-unabhängigen Aneignung von
  Fremdsprachen \\r\\n◾Sprachpolitik und Grenzenlosigkeit\\r\\n◾Grenzen
 losigkeit und Migration \\r\\n◾Sprachphilosophie und grenzübergreifende
 s Denken\\r\\n◾Sichtweisen des Tagungsthemas in verschiedenen Ländern u
 nd deren Bildungsinstitutionen\\r\\n◾(...)\\r\\nDiese und weitere Bereic
 he sind in diesem Zusammenhang denkbar\; die obige List ist eine offene. S
 omit sind Vorträge zu all diesen Bereichen willkommen.         
                                      
                                      
                                      
            Tagungsleiter\\r\\nProf. Dr. Thomas Tinnefeld \\r\\nh
 ttps://sites.google.com/view/6scflt-6sft-2021/home [https://sites.google.c
 om/view/6scflt-6sft-2021/home]
X-ALT-DESC:\n<p>Diese Entwicklung begünstigt zum einen eine Tendenz zum En
 glischen nicht nur als weltweiter lingua franca - die es ja seit langem oh
 nehin ist -\, sondern in vielen Kontexten der einzigen Sprache\, in der Me
 nschen verschiedener Muttersprachen noch miteinander in Gedankenaustausch 
 treten. Diese Entwicklung ist sicherlich eine sprachökonomische\, die nic
 ht unterschätzt werden darf und die durchaus verständlich ist.</p>\n<p>D
 ieser Entwicklung gesellt sich jedoch derzeit eine andere Tendenz zu\, die
  klar gegenläufig ist. Diese besteht darin\, andere Sprachen als Englisch
 \, die - nicht statt des Englischen\, sondern vielmehr zusätzlich zu dies
 em - als wichtig empfunden werden\, explizit zu stützen und zu fördern. 
 So wird in einigen europäischen Ländern\, wie z.B. Großbritannien\, sei
 t etwa einem Jahrzehnt das Chinesische stark gefördert. In China wird sei
 t neuestem die Erlernung von sechs (europäischen und asiatischen) Fremdsp
 rachen an allgemeinbildenden Schulen angeboten\, aus denen die Schüler un
 d Schülerinnen ihre Wahl treffen können</p>\n<p>Diese einander widerspre
 chenden Tendenzen zeigen\, dass Kommunikation zum einen natürlich funktio
 nal sein muss. Dies bedeutet auch\, dass sie ökonomisch sein muss\, dass 
 es also hinreichen mag\, wenn zwischen Menschen\, die miteinander kommuniz
 ieren möchten\, eine einzige gemeinsame Sprache - meist das Englische - e
 xistiert. Gleichzeitig scheint jedoch das Gefühl um sich zu greifen\, das
 s die Beherrschung einer einzigen Fremdsprache mit einer gewissen kulturel
 len Verarmung einhergeht\, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann
 \, ist sie erst einmal zu weit fortgeschritten.</p>\n<p>Hinzu kommen natü
 rlich die Bedingungen internationaler Kommunikation\, in der beide Kommuni
 kationspartner vielleicht nicht Muttersprachler sind oder nur einer unter 
 mehreren Kommunikationspartnern die jeweilige Sprache von klein auf gelern
 t hat. Die Zugeständnisse\, die der muttersprachliche Kommunikationspartn
 er - aber auch der nicht-muttersprachliche - hier machen muss\, stel-len n
 icht selten Herausforderungen für die Kommunikation dar.</p>\n<p>Von erhe
 blichem Interesse sind darüber hinaus die gegenseitigen kulturellen Erwar
 tungen und Verhaltensweisen\, die in “grenzenloser” Kommunikation eine
  Rolle spielen\, Interessant ist hier beispielsweise die Frage\, ob wir un
 s - nicht zuletzt bedingt durch das Internet - seit einigen Jahren in eine
 r Phase der kulturellen Konvergenz befinden\, in der die verschiedenen Kul
 turen sich immer weiter annähern und vielleicht sogar immer mehr nivellie
 rt werden\, oder ob die unterschiedlichen Kulturen trotz der weltweiten Ko
 mmunikation immer noch ihre Besonderheiten und ihren je eigenen Reiz zu be
 halten wissen. </p>\n<p>Eine weitere Frage\, die hier von zentralem Intere
 sse ist\, ist diejenige\, ob - und wie - der Fremdsprachenunterricht grenz
 enlose Kommunikation fördern kann oder ob man heute mehr als jemals zuvor
  die jeweilige Fremdsprache erst in der Interaktion mit Muttersprachlern r
 ichtig erlernt. Dieser - sicherlich herausfordernden - Frage muss der Frem
 dsprachenunterricht von heute sich stellen. </p>\n<p>Die zuvor beschrieben
 en Aspekte und - über diese hinausgehend - zahlreiche weitere\, die mit d
 iesen in mehr oder weniger engem Zusammenhang stehen\, sollen für die 6. 
 Saarbrücker Fremdsprachentagung von zentralem Interesse sein. Sie lassen 
 sich stichwortartig wie folgt fassen: </p>\n<p>◾Linguistische Aspekte de
 r (internationalen) Kommunikation&nbsp\; </p>\n<p>◾Befähigung zu intern
 ationaler Kommunikation im und durch den Fremdsprachenunterricht</p>\n<p>
 ◾Kommunikationsfördernde Lehrer- und Lerner-Interaktion </p>\n<p>◾Kom
 munikative Wende - gestern und heute</p>\n<p>◾Grenzenlose Mehrsprachigke
 it</p>\n<p>◾Grenzenlose Mündlichkeit und Schriftlichkeit</p>\n<p>◾Bil
 ingualer Unterricht und CLIL</p>\n<p>◾Grenzenlose Kommunikation und Spra
 chmittlung</p>\n<p>◾Kontrastiv-linguistische Gegebenheiten für eine fun
 ktionale Erlernung von Fremdsprachen</p>\n<p>◾Die Rolle der (digitalen) 
 Medien in der internationalen Kommunikation</p>\n<p>◾Studierenden- und E
 rwachsenen-Mobilität</p>\n<p>◾Interkulturelle Aspekte grenzüberschreit
 ender Kommunikation </p>\n<p>◾Internationale und grenzüberschreitende A
 spekte der Fachsprache(nforschung)</p>\n<p>◾Autonome Lernformen (z.B. bl
 ended learning\, Lernen mit Apps) zur kurs-unabhängigen Aneignung von Fre
 mdsprachen </p>\n<p>◾Sprachpolitik und Grenzenlosigkeit</p>\n<p>◾Grenz
 enlosigkeit und Migration </p>\n<p>◾Sprachphilosophie und grenzübergrei
 fendes Denken</p>\n<p>◾Sichtweisen des Tagungsthemas in verschiedenen L
 ändern und deren Bildungsinstitutionen</p>\n<p>◾(...)</p>\n<p>Diese und
  weitere Bereiche sind in diesem Zusammenhang denkbar\; die obige List ist
  eine offene. Somit sind Vorträge zu all diesen Bereichen willkommen.&nbs
 p\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&
 nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp
 \;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&n
 bsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\
 ;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nb
 sp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;
 &nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbs
 p\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&
 nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp
 \;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&n
 bsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\
 ;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nb
 sp\;&nbsp\;&nbsp\; Tagungsleiter</p>\n<p>Prof. Dr. Thomas Tinnefeld </p>\n
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