Modulstruktur

Im Folgenden sind Module dargestellt, welche im Rahmen des Doktoratsprogramms angeboten werden und sich auf die vorher genannten Ziele beziehen. Die Promotionsordnung des IBW schreibt vor, dass mind. 2/3 der Kreditpunkte (KP) aus dem fachlich-methodischen Bereich und max. 1/3 aus dem Bereich „transversale Kompetenzen“ stammen dürfen. Diese Regelung gilt auch für das Promotionsprogramm und ist bei der Zusammenstellung des genauen Programms zu berücksichtigen. Als Richtlinie gilt zudem, dass etwa die Hälfte der KP in Veranstaltungen des IBW bzw. der Universität Basel erworben werden sollten. In begründeten Ausnahmefällen kann davon abgewichen werden.

Gemäss Promotionsordnung §9 und §13 sind die Leistungen der bzw. des Doktorierenden in einem Studienvertrag für Doktorierende als Teil des individuellen Studienplans zu regeln. Dieser wird durch den Promotionsausschuss genehmigt.

1. Fachlich-methodischer Bereich (insgesamt mind. 8 KP)
1a. Modul „Promotionskolloquium“ (obligatorisch: mind.
3 KP)
Am Promotionskolloquium treten Expertinnen und Experten für Forschung der PH FHNW, der Universität Basel sowie weiterer Partnerinstitutionen im In- und Ausland auf. Angeboten wird eine Mischung von Input sowie der Vorstellung und Diskussion von studentischen Arbeiten. Das Kolloquium findet vier Mal pro Semester statt und dauert jeweils 2h. Es kann auch in Form einer ganztägigen Doktoratsveranstaltung durchgeführt werden.
Obligatorisch ist, dass Doktorierende das Kolloquium mindestens während 2 Semestern besuchen und dabei einmal ihre Arbeit im Sinne von „Work in Progress“ präsentieren (1 KP pro Semester als Teilnehmende, 2 KP mit eigener Vorstellung der Arbeit). Dabei werden mindestens 3 KP erworben.

  • Teilnahme ohne Vorstellung der eigenen Arbeit 1 KP
  • Teilnahme mit Vorstellung der eigenen Arbeit 2KP

1b. Modul „Scientific Community“ (obligatorisch: mind. 3 KP)

Dieses Modul besteht aus dem Kurs “Wissensorganisation und -entwicklung: Fachdidaktische Forschung in der internationalen Wissenschaftscommunity”, der für alle Promovierenden im Doktoratsprogramm obligatorisch ist (1 KP). Daneben sollen in diesem Modul Fachtagungen aus dem jeweiligen Fachbereich besucht oder Fachvorträge im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen gehalten werden. Diese werden nach dem folgenden Modus abgerechnet:

  • Kurs “Wissensorganisation und -entwicklung” (IBW) 1 KP (oblig.)
  • Öffentlicher wissenschaftlicher Vortrag 1 KP
  • Teilnahme an einer internationalen Tagung mit eigenem Vortrag 1-2 KP
  • Posterpräsentation an einer internationalen Tagung 1 KP

1c. Modul „Fachdidaktische Forschungsmethoden“ (Wahlpflicht, KP frei)
Forschungsmethodologische Lehrveranstaltungen können im Wahlobligatorium besucht werden, wobei die Anzahl der erworbenen KP frei ist und sich nach den Bedürfnissen der/des Promovierenden richtet.

Am IBW werden jedes Studienjahr mindestens zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die jeweils auf mehrere Kurstage verteilt sind. Zu den Themen gehören:

  • qualitative Inhaltsanalysen
  • mixed methods und Datentriangulation
  • Fragebogenkonstruktion
  • Entwicklung und Validierung von Kompetenzmodellen
  • Item Response Theory
  • mehrdimensionale Raschmodellierung

In diesen Lehrveranstaltungen wird einerseits Wissen vermittelt, andererseits finden Anwendungen, Datenanalysen und Übungen statt. Die Lehrveranstaltungen werden immer im Vorlesungsverzeichnis der Uni Basel angekündigt.

Das Angebot am IBW kann durch Teilnahme an Methodenseminaren, Summer Schools etc. von auswärtigen Anbietern ergänzt oder ersetzt werden. Am IBW wird eine Liste solcher Angebote erstellt, welche die Promovierenden besuchen können. Sie ergeben je nach Aufwand 1-3 KP. Die Teilnahme an einer selber gewählten Veranstaltung erfordert die Bewilligung der Leitung des Doktoratsprogramms. Auf Antrag können auch bereits besuchte Kurse, Summer Schools etc. angerechnet werden.

2. Bereich „transversale Kompetenzen“ (insgesamt max. 4 KP)

In diesem Modul eignen sich die Promovierenden Kompetenzen an, die sie für eine erfolgreiche Tätigkeit als künftige fachdidaktische Expertinnen und Experten sowie als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen. Es geht darin um Schreib-, Kommunikations- und Selbstkompetenzen sowie um Kompetenzen, welche für das wissenschaftliche Handwerk sowie für den Verlauf der weiteren Karriere essentiell sind.

In diesem Bereich werden am IBW und an der Universität Basel verschiedene Kurse angeboten. Die Doktorierenden werden über die entsprechenden Ausschreibungen und Anmeldungsmodalitäten informiert.

https://www.unibas.ch/de/Forschung/Graduate-Center/Doktorierende/Training-Coaching-und-Beratung/Transferable-Skills.html